Café Pause

Abwarten & Tee Trinken


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Frau Lüskes Kaffeehaus, Lichterfelde

Egal, wie lange ich in Berlin wohne, es wird immer Ecken geben, die neu für mich sind. Eine dieser Ecken habe ich heute erkundet: Lichterfelde West, einer der grünen Flecken entlang des Gleisverlaufs der S1. Hier soll es eine (nicht mehr ganz so geheime) Adresse für Kuchenfreunde geben. Ein kurzer Fußweg führt vom Bahnhof Lichterfelde-West zum Karlplatz. Hier wartet das Kaffeehaus Frau Lüske.

Frau Lüske I
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Hudson’s Cakes, Kreuzberg

Ich sitze in Hamburg und bin traurig, weil ich den Newkoelln Flohmarkt verpasse. Dort verkaufen heute Jim und Katie das letzte Teegeschirr aus dem Hudson’s. Sehr gerne hätte ich mir dort eine Kanne mitgenommen, einfach zur Erinnerung. Im Café hatten Sie immer so schöne, große Teekannen, ganz schwer, aus glasiertem Steingut. Solche, die man eher daheim auf den Tisch stellt und sonst in keinem Café findet. Woanders gibt’s diese kleinen, weißen IKEA Kännchen, wo der Finger kaum durch den Henkel passt. Im Hudson’s gab’s Teepötte in denen man Edward Snowden hätte verstecken können. Was soll ich sagen: I like big pots and I cannot lie.

Am 28. Juli 2013 hat das Hudson’s seine Türen geschlossen. Längst wollte ich eine passionierte Empfehlung schreiben, aber jetzt wird’s leider eine Rückschau. Eine Rückschau auf ein Café, das mir meinen Umzug nach Berlin über alle Maßen versüßt hat.

Hudson's Tee

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Die Einleitung

Irgendwie hat sie sich eingeschlichen. Die Gewohnheit, in Cafés zu gehen. Plötzlich erinnere ich mich nicht an die Ausblicke, die Ruinen oder Leuchttürme, die ich im Urlaub gesehen habe, sondern an die Konditoreien. Die Teestube im Gewölbe von Oxfords St. Mary. Das Bergsteigerlokal am Fuß von Mt. Aoraki. Die Schokolade mit Minzsirup hinter dem Deich von Sankt Peter Ording.

Es ist wie verhext. Ich versuche, mich an den Namen meines Hotels zu erinnern. An die Anekdote, die der Fremdenführer am Tempel des Apollo zum Besten gab. Stattdessen denke ich an Baklava, an das Tattoo des Kellners in der Fat Dog Kaffeebar, und das Oscar Wilde Zitat an der Wand im Café Insel.

Wahrscheinlich hat jeder seine Atlanten in denen die wichtigsten Ereignisse von Ausflügen, Reisen und Stadtspaziergängen festgehalten sind. Für mich? Ich gebe es zu, es führt kein Weg dran vorbei: für mich sind es die Läden, in denen ich einen Tee bekomme, ohne ihn selbst kochen zu müssen.

Seit fünf Jahren wohne ich in Berlin und diese Stadt ist das Mekka für Cafécionados. Ich finde sie in verwinkelten Ecken, stillen Hinterhöfen, im Kollwitzkiez und in der Altstadt von Köpenick. Vom New York Cheesecake bis hin zum Franzbrötchen lässt sich alles auftreiben. Und fast überall findet sich ein Ohrensessel, der sich perfekt als Leseecke eignet. Widerstand zwecklos.

Mit diesem Blog möchte ich Café Fähnchen auf eure und meine Landkarten stecken. Ich beantworte wichtige Fragen, wie zum Beispiel: wird die Milch zum Tee heiß serviert? Ich berichte von Kuchentheken, von Sitzpolsterung und der Musikauswahl hinter dem Tresen. Ich lese. Ich schreibe. Ich finde heraus, ob der Chocolate Porter Cake ein doppeltes Frosting hat.

Wenn ihr durch meine Cafégraphie stöbern wollt, seid herzlich willkommen. Vielleicht findet ihr hier ja auch ein oder zwei Häuser, die ihr ausprobieren möchtet. Kleine Warnung vorab: Kaffeesorten müsst ihr selbst testen, denn wie ein großer Philosoph sagte, You drink coffee, I drink tea my dear.

Nuff said.

the cafe kat