Café Pause

Abwarten & Tee Trinken

Örskärs Fyr, Örskär (Schweden)

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Die Urlaubszeit beginnt und damit, für mich zumindest, die Nostalgie. Weil ich dieses Jahr gegen die Deadline eines Schreibprojekts kämpfe, wird heuer nur auf Sparflamme entspannt. Aber gerade deshalb packt mich das Fernweh und ich blättere durch die Bilder vom letzten Sommer. Ein guter Zeitpunkt also, um endlich über die Insel Örskär zu berichten, und das kleine Café am Leuchtturm, wo sie wunderbare Zimtschnecken backen.

Örskärs Fyr

Örskär, Leuchtturm und Wanderheim

Eine kurze Vorgeschichte: Während meines Studiums in Tübingen (kürzlich bekannt geworden durch die Eskapaden eines neugierigen Austauschstudenten) hatte ich das große Glück, eine Gruppe wunderbarer, kreativer Leute kennenzulernen. Ein Schreibkurs hat uns zusammen geführt und seitdem nennen wir uns, aus Gründen die ich hier nicht verrate, die Stummen Dichter. Nach dem Studium hat es uns alle in unterschiedliche Winkel des Globus verschlagen aber wir schaffen es, uns einmal im Jahr zu treffen und manchmal sogar gemeinsam zu verreisen. So auch im Juli 2013, als wir mit Sack, Pack und Notizbüchern in den schwedischen Süden aufbrachen. Dort gibt es unweit von Uppsala ein Lindgren-schönes Eiland namens Gräsö und dahinter das wirklich winzige Inselchen Örskär.

Wenn ihr einmal eine Auszeit vom schnellen, lauten Leben braucht, dann empfehle ich euch: Fahrt genau dorthin. Auf Örskär gibt es nur eine Handvoll Ferienhäuser, einen Leuchtturm und ein Wanderheim. Autos sind nicht erlaubt, man setzt mit einem Motorboot über und verstaut sein Gepäck in einem knallgelben Leiterwagen. Das Wanderheim liegt an der Westküste der Insel, der Weg zum Badeplatz ist nicht weit, und Nachts färbt sich der Himmel in alle möglichen Schichten von rosa, gold und flieder-blau. Handys funktionieren nicht, es gibt keine Supermärkte und keine Bars mit Strandschlagerdauerbeschallung. Man hört eigentlich nur das Meer.

Wer trotzdem Bewirtung möchte, kann es sich im Café des Wanderheims gemütlich machen. Die sehr netten Betreiber bieten auf Nachfrage Frühstück an, warme Snacks gibt es auch und vor allem köstliches Teegebäck. Zum Beispiel die typisch schwedische Kanelbulle. Viel Zimt, viel Butter: Die schwedische und extrem leckere Antwort auf Franzbrötchen. Wer es richtig authentisch will, trinkt dazu einen Preiselbeersaft.

Örskärs Fyr Café

Örskärs Fyr Café

Im Wanderheim selbst kann man sich aber auch prima selbst versorgen. Zu den Zimmern gehört eine Küche mit großem Tisch, perfekt für eine Runde Plump nach dem Essen. Für das Frühstück mit eigenem Proviant empfiehlt sich der Tisch vor dem Haus und darauf passt, ohne Probleme, ein Krug Apfelsaft, eine große Kanne Tee, ein Korb Brot, ein Glas Blaubeermarmelade, ein Stück Butter, ein Becher Jogurt und eine Packung Müsli. Haben wir ausprobiert.

Also, wenn ihr in diesem Sommer noch nicht wisst wohin, oder vielleicht schon eure Reiseziele für nächstes Jahr absteckt, schaut mal auf der Homepage von Örskärs Fyr vorbei. Und wenn ihr tatsächlich hinfahrt, dann lasst euch unbedingt die Geschichte der Kuh erzählen, die auch mal den Ausblick vom Leuchtturm genießen wollte.

Die Bewertung: ★★★

Das Highlight: Der Blick aufs Meer

Die Musik: Wellenrauschen

Das Buch: Neil Gaiman, Coraline

Das ZitatFairy tales are more than true: not because they tell us that dragons exist, but because they tell us that dragons can be beaten.

Örskärs Fyr Kanelbulle

Kanelbulle

Örskärs Fyr
Nördlich von Gräsö | Östhammar | Schweden

Angebot: Zwei- und Vierbettzimmer
Bettpreise pro Nacht ab 280 Kr (circa 30€, ohne Frühstück)

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