Café Pause

Abwarten & Tee Trinken


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Albrechts Patisserie, Prenzlauer Berg

Heute ist Siebenschläfer und das Wetter ist durchwachsen. Damit kann ich leben. Habe endlich die Empfehlung einer lieben Freundin befolgt und bin zum englischen Buchladen St. Georges’s nach Prenzelberg gefahren. Sehr gefährlicher Laden! Bücherregale bis zur Decke und eine Riesenauswahl an gebrauchten Büchern. Habe mich zusammengerissen und nur drei Paperbacks mitgenommen.

Sehr zufrieden mit dem Bücherkauf bin ich in Albrechts Patisserie hängen geblieben: Eine süße kleine Konditorei, die zwei Filialen in Berlin hat. Man sitzt schön vor dem Laden, die Tischdecken mit dem rot-weißen Karo stechen vor allem den Spatzen ins Auge. Scheint wohl eine Signalfahne zu sein: Hier gibt es Krümel. Weiterlesen

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Die Einleitung

Irgendwie hat sie sich eingeschlichen. Die Gewohnheit, in Cafés zu gehen. Plötzlich erinnere ich mich nicht an die Ausblicke, die Ruinen oder Leuchttürme, die ich im Urlaub gesehen habe, sondern an die Konditoreien. Die Teestube im Gewölbe von Oxfords St. Mary. Das Bergsteigerlokal am Fuß von Mt. Aoraki. Die Schokolade mit Minzsirup hinter dem Deich von Sankt Peter Ording.

Es ist wie verhext. Ich versuche, mich an den Namen meines Hotels zu erinnern. An die Anekdote, die der Fremdenführer am Tempel des Apollo zum Besten gab. Stattdessen denke ich an Baklava, an das Tattoo des Kellners in der Fat Dog Kaffeebar, und das Oscar Wilde Zitat an der Wand im Café Insel.

Wahrscheinlich hat jeder seine Atlanten in denen die wichtigsten Ereignisse von Ausflügen, Reisen und Stadtspaziergängen festgehalten sind. Für mich? Ich gebe es zu, es führt kein Weg dran vorbei: für mich sind es die Läden, in denen ich einen Tee bekomme, ohne ihn selbst kochen zu müssen.

Seit fünf Jahren wohne ich in Berlin und diese Stadt ist das Mekka für Cafécionados. Ich finde sie in verwinkelten Ecken, stillen Hinterhöfen, im Kollwitzkiez und in der Altstadt von Köpenick. Vom New York Cheesecake bis hin zum Franzbrötchen lässt sich alles auftreiben. Und fast überall findet sich ein Ohrensessel, der sich perfekt als Leseecke eignet. Widerstand zwecklos.

Mit diesem Blog möchte ich Café Fähnchen auf eure und meine Landkarten stecken. Ich beantworte wichtige Fragen, wie zum Beispiel: wird die Milch zum Tee heiß serviert? Ich berichte von Kuchentheken, von Sitzpolsterung und der Musikauswahl hinter dem Tresen. Ich lese. Ich schreibe. Ich finde heraus, ob der Chocolate Porter Cake ein doppeltes Frosting hat.

Wenn ihr durch meine Cafégraphie stöbern wollt, seid herzlich willkommen. Vielleicht findet ihr hier ja auch ein oder zwei Häuser, die ihr ausprobieren möchtet. Kleine Warnung vorab: Kaffeesorten müsst ihr selbst testen, denn wie ein großer Philosoph sagte, You drink coffee, I drink tea my dear.

Nuff said.

the cafe kat